Quelle:
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Verlobung Graf Johann Robert Althann
Ausgabe vom 08.06.1885
Verlobung. Vor mehreren Tagen fand hier die Verlobung des Grafen Johann Robert Althann-Freiherrn auf der Goldburg zu Murstetten, erbliches Mitglied des Herrenhauses, mit der Gräfin Antonie Hatzfeld, Tochter des Fürsten Alfred v. Hatzfeld-Wildenburg und der Gräfin Gabriele, geborenen Gräfin Dietrich-Stein-Prostau-Leslie, statt. Der Bräutigam ist geboren im Jahre 1853, die Braut im Jahre 1856.
Fund alter Münzen
Ausgabe vom 26.11.1885
Murstetten, Für Freunde der Geschichtsforschung mag von Interesse sein, daß in Murstetten. (dem alten Muristetin), in Gunnersdorf und Thalheim beim Feldbau alte Münzen gefunden wurden.
Die Merkwürdigsten sind nach einer Zuschrift der hochlöblichen k. k. Central-Commission für Kunst und historische Denkmale folgende:
1. Ein Dupondius (Zwei-As- Stück) des Kaisers Trajan vom Jahre 116 nach Christus, mit der Felicitas auf der Rückseite, und der Widmungsschrift des Senates.
2. Ein As auf die Kaiserin Faustina die Aeltere, Gemahlin des Antonius Pius nach ihrem im Jahre 141 erfolgtem Tode geprägt- Die Rückseite stellt die Diva Augusta d. i. die Kaiserin als Ceres dar.
3. Ein Denar von Constantin dem Großen (306—337 nach Christi) mit soli invicto comiti (Augusti), der Sonnengott stehend mit der Weltkugel.
Geprägt in Tarraco.
4. Ein Denar Julianus des Apostaten (360— 363), auf der Rückseite präsumtive Nota, mit welcher
nach Ablauf des 10. Regierungsjahres (das er aber nicht erlebte), ihm eine weitere zehnjährige Regierung gewünscht wird. b. Eine Benetianische Münze des Dogen Francesco Centarini (1624.)
Es wäre im Interesse der vaterländischen Geschichte sehr zu wünschen, daß Landleute alle bei Feldarbeiten, bei Abbruch aller Gebäude und Mauern rc. gefundenen Münzen, auch die Kleinsten und Unscheinbarsten, aufbewahren und den von der hochlöbl. k. k. Statthalterei bestellten Herren Conservatoren oder sonst sachverständigen Personen zur Ansicht vorlegen möchten, anstatt, wie es nur zu oft geschieht, sie als wertlos wegzuwerfen, oder für einige Kreuzer dem nächsten Hausierer zu verschachern.
Dorfarzt Karl Weber erfroren
Ausgabe vom 19.12.1885
Die so plötzlich hereingebrochene Kälte hat hier bereits ein Opfer gefordert:
Der hierortige hochbetagte Arzt, Herr Karl Weber, wurde am 11. d. Abends am Wege nach Gunnersdorf tot aufgefunden. Er wollte einer erkrankten Person Gesundheit und Leben bringen und verlor das seine. Er war ein pflichteifriger und dabei ein echt katholischer Arzt.
2-klassige Schule
Ausgabe vom 13.02.1886
Auszug aus dem Sitzungsprotokoll des niederösterr. Landesschulrates vom 10. Februar 1886.
Die Erweiterung der vierklassigen Volksschule in Obergrafendorf im Bezirke St. Pölten auf fünf Klassen und der
einklassigen Volksschule in Murstetten im Bezirk St. Pölten auf zwei Klassen wurde gestattet;
ür letztere Schule wurde das entsprechende Lehrpersonale systemisiert.