Brand in Murstetten - Fam. Hufnagl
19. Mai 1910
Murstetten. (Feuer.) Am Pfingstdienstag
nach 2 Uhr früh brach hier in einem Hause des
Herrn Hufnagl auf unaufgeklärte Weise Feuer aus.
Dank dem Eingreifen der Ortsfeuerwehr sowie
der Wehren von Thalheim und Würmla blieb der
Brand aus das eine Objekt beschränkt. In großer
Gefahr befand sich Herr Ferdinand Schmidt, der
im Hause schlief und nur durch das Fenster gerade
noch rechtzeitig gerettet werden konnte.
Gemeindearzt Murstetten - Dr. Leopold Resch
11. August 1910
Öffentlichen Dank
zu sagen drängt es mich dem geehrten Herr Dr. Resch
in Murstetten für die meinem Sohne bereitwilligst,
erfolgreich und unentgeltlich geleistete ärztliche Hilfe.
Gott vergelte dies!
Neues Postamt in Murstetten - im Kaufhaus Berger
05. Jänner 1911
Festliche Eröffnung eines neuen Postamtes.
Am 1. Jänner 1911 wurde in Murstetten daß heiß-
ersehnte Postamt eröffnet und Herr Leopold Berger
waltet als k. k. Postmeister bereits eifrig seines Amtes.
Im Eröffnungstag war das neue Postamt in Flaggen-·
gala und der Postamtsschild mit Kränzen in Österreichs
Farben geziert.
Brand bei Fam. Burger und Kos
29. März 1911
Murstetten. (F e u e r.) Am 29. v. M.
um halb 2 Uhr nachts brach im Hause des Herrn
M. Burger ein Feuer aus, dem die Wirtschafts-
gebäude und fast sämtliche Wirtschaftsgeräte sowie
auch eine größere Anzahl Schweine zum Opfer
fielen. Auch das benachbarte Kos'sche Haus wurde
alsbald von den Flammen ergriffen und bis auf
die Wohnungsräume eingeäschert. Der herrschen
den Windstille, wie auch den Bemühungen der
hiesigen Feuerwehr wie auch der Wehren von
Thalheim, Würmla und Wiesen ist es zu danken,
daß noch größerer Schaden verhütet wurde und
der Brand aus die beiden erwähnten Häuser be-
schränkt blieb. Es ist dies innerhalb eines Zeit
raumes von anderthalb Jahren schon das dritte
Schadenfeuer in Murstetten. Alle Umstände weisen
darauf hin, daß es jedesmal von derselben ruch-
losen Hand gelegt wurde, doch fehlt bis jetzt vom
Täter jede Spur.-
Todesfall - Tischlermeister Herr K. Klein
01. Juni 1911
Murstetten. (Todesfall.) Mittwoch
den 17. Mai starb der Tischlermeister Herr K.
Klein nach langem schmerzvollen Leiden im
48. Lebensjahre. Er war nicht bloß als
Geschäftsmann, sondern auch als tüchtiger Musiker
weithin bekannt. Die Zwentendorfer Musikkapelle,
der er seit vielen Jahren angehörte, der Murstettner
Gesangverein, die freiw. Feuerwehr von
Murstetten sowie auch Deputationen auswärtiger
Feuerwehren und eine ganz außerordentlich große
Anzahl anderer Trauergäste gaben dem
Verstorbenen bei der am Freitag den 19. v. Nt.
abgehaltenen Begräbnisfeier das letzte Geleite.
Leider war die Witterung die denkbar ungünstigste,
da es unausgesetzt regnete und zudem
heftiger Sturmwind herrschte.
Glockenweihe
30.Juli 1911
Murstetten.. (Glockenweihe.) Am
30. v. M. wurde hier eine neue Turmglocke,
die an Stelle einer alten, zersprungenen ange-
schafft worden war, vom hochw. Herrn
Dechanten I. Bauer unten ganz außerordentlich
zahlreicher Teilnahme der hiesigen Bevölkerung
kirchlich eingeweiht. Nach dein feierlichen
Segen wurde die Glocke im festlichen Zuge, an welchem sich auch die Feuerwehren von Murtetten und Thalheim, der
Murstettner Gesangverein, sowie eine große Schar festlich
gekleideter Jungfrauen beteiligten, von
dem Feuerspritzenhause abgeholt u. zur Kirche
geleitet. Glocke und Transportwagen waren
von den Jungfrauen aufs prächtigste
geschmückt worden. Am Weiheplatze hatte Herr
K. Plutzky eine von ihm selbstverfaßte, sinnige
Inschrift angebracht. Nachdem der hochw.
Herr Dechant die Glocken unter Assistenz des
hochw. Herrn Professors Dr. Köberl sowie des
Ortspfarrers geweiht hatte, hielt er eine er
hebende Ansprache über die Bedeutung der
Glocke, worauf der Gesangsverein Beethovens
„Ehre Gottes" in gelungener Weise zum Vortrag
brachte. Hierauf wurde die Glocke von den
Jungfrauen aufgezogen u. sodann auch gleich
geläutet, wobei der „Engel des Herrn" gebetet
wurde. Mit der Absingung des Liedes
„Großer Gott, wir loben dich" wurde die
Feier, zu der der Himmel das denkbar schönste
Festwetter geschickt hatte, beschlossen. Die neue
Glocke, die einen schönen Klang hat, ist ein
Werk der Gießerei M. Samassa in Wr.-Neustadt.
Die Kosten wurden in überaus dankenswerter
Weise vom Herrn Patron der
Pfarre Exz. Grafen Althann, von der löbl.
Gemeindevertretung Murstetten und einzelnen Wohltätern getragen.
Sanitätsgruppe Murstetten-Würmla
September 1911
Murstetten. (U e b e r s i e d l u n g.) Ende
September übersiedelte Herr Dr. L. Resch,
der hier durch zweieinhalb Jahre als Gemeindearzt
wirkte, von hier nach Feuersbrunn. So
ist also der hiesige Arzt-posten wieder verwaist,
und zwar, wie zu befürchten ist, für
immer, da die Gemeinde Murstetten mit
Würmla zu einer Sanitätsgruppe vereinigt
wird.
Kreuzwegweihe
21. März 1912
Murstetten. (Kreuzwegweihe.) Letzten
Sonntag nachmittag nahm Hochw. Herr k. Altmann
Bachinger 0. S. Fr. aus St. Pölten hier in der von
Andächtigen dichtgefüllten Pfarrkirche die Einweihung
eines neuen Relief-Kreuzweges vor. Die Anschaffung
des schönen Werkes, das aus der Kunstanstalt F. Schmidt
in Wien stammt, wurde durch die Opferwilligkeit der
Pfarrgemeinde ermöglicht.
Todesfall - Franz Eisner, Murstettner Bürgermeister
30. Mai 1912
Murstetten. (Todesfall.) Samstag den
26. d. M. abends starb Herr Franz Eisner, Bürgermeister der Gemeinde Murstetten und Wirtschaftsbesitzer in Thalheim, nach nur viertägigem
Krankenlager. Eine beiderseitige Lungenentzündung hat den Mann, der erst 61 Jahre alt war, unerwartet schnell dahingerafft. Noch am Donnerstag zuvor war er längere Zeit außer Bett, um amtliche Geschäfte zu verrichten. Durch 16 Jahre stand er an der Spitze der Gemeinde, seit Jahren
war er auch Mitglied des Bezirksstraßenausschusses und
des Bezirksarmenrates, ein Beweis dafür, daß er in hohem Grade das Vertrauen seiner Mitbürger genoß. In welchem Ansehen der Verstorbene
stand, zeigte sich auch bei der am Pfingstmontag nachmittags abgehaltenen Begräbnisfeier. Einen so großen Trauerzug dürfte Murstetten kaum je
gesehen haben: Aus der ganzen Umgebung hatten
sich Trauergäste eingefunden, die Körperschaften,
denen der Verstorbene angehörte, hatten Vertretungen gesandt, die Feuerwehren und der Veteranenverein beteiligten sich korporativ. Die Kapelle des letzteren besorgte die Trauermusik, der
Murstettner Gesangverein und die Chorsänger unter
Leitung des Herrn Oberlehrers A. Farnik den Gesang.
Nach der letzten Einsegnung am Grabe hielten
Pfarrer Neulinger und Oberlehrer Farnik dem
Verstorbenen ehrende Nachrufe. Um den Toten
trauern die Witwe und fünf Töchter. Möge ihnen
die allseitige Anteilnahme ein Trost sein, wie auch
der Gedanke, daß er nicht unvorbereitet in die
Ewigkeit ging. Als guter Christ lebte Bürgermeister Eisner,
als solcher starb er auch.
Neuer Murstettner Bürgermeister - Josef Muhr
05. Juni 1912
Murstetten (Bürgermeisterwahl)
Infolge des Todes des Bürgermeisters Eisner mußte eine Neuwahl vorgenommen werden. Es wurde
Herr Josef Muhr, bisher erster Gemeinderat, zum Bürgermeister gewählt.
Bezirksfeuerwehrtag in Murstetten
23. Juni 1912
Bezirks feuerwehrtag:
Sonntag den 23. Juni 1912 fand in Murstetten der Bezirksfeuerwehrtag
des Gerichtsbezirkes Atzenbrugg statt.
Um 1 Uhr nachmittags war Empfang der Festgäste und auswärtigen Feuerwehren und sind hierzu erschienen: als Vertreter des
n.-ü. Landes-Feuerwehrverbandes Herr Bürgerschuldirektor Leopold
Berger aus Klosterneuburg, als Vertreter des Bezirksverbandes Obmann
Herr Karl Schmidt, als dessen Stellvertreter Herr Josef Muck, als
Vertreter der Gemeinde Murstetten Herr Bürgermeister Josef Muhr, aus
Thalheim, ferner die freiwilligen Feuerwehren von Dittersdorf, Erpers-
dorf, Heiligen-Eich, Michelndorf, Michelhausen, Murstetten, Ponsee, Reid-
sling, Rust, Eitzenberg, Trasdorf, Thalheim, Würmla und Zwentendorf
'des Bezirkes Atzenbrugg, die freiwilligen Feuerwehren von Raipolten-
bach. und Unterwolfsbach. des Gerichtsbezirkes Neulengbach und die
freiwillige Feuerwehr Perschling des Gerichtsbezirkes Herzogen-
burg in der Gesamtstärke von 202 Mann.
Um 2 Uhr nachmittags fand die Schulübung der freiwilligen Feuerwehr Murstetten und sodann die Angriffsübung der freiwilligen Feuerwehren von Murstetten, Thal-
-heim und Würmla statt und fanden diese Hebungen die überaus
lobende Anerkennung des Herrn Vertreters des n.-ö. Landesverbandes
und der übrigen Fachmänner.
Um 3 Uhr fand vor dem Spritzenhause in Murstetten die Begrüßung der freiwilligen Feuerwehren und Festgäste durch den Obmann
des Bezirksverbandes, Karl Schmidt, statt. Landes-Verbandsvertreter
Herr/Bürgerschuldirektor Leopold Berger nahm sodann die Dekorierung
der der freiwilligen Feuerwehr Rust, durch mehr als 25, Fahre angehörigen Mitglieder Heinrich Kietreiber, Johann Latzelberger und Josef
Fischer, sowie das der freiwilligen Feuerwehr Michelndorf durch mehr
als 25 Jahre ungehörige Mitglied Johann Straßmayer mit der von
Sr. k. u. k. Apostolischen Majestät gestifteten Ehrenmedaille vor und
überreichte ihnen auch die denselben vom n.-ö. Landes-Feuerwehrverbande zuerkannten Ehrendiplome und hielt eine dem Feste entsprechende
Ansprache, beglückwünschte die Dekorierten und endigte mit einem drei
maligen Hoch auf den obersten Schirmherrn der freiwilligen Feuerwehren,
unseren allergnädigsten Kaiser.
Fräulein Maria Hufnagl, Tochter des Hauptmannes der freiwilligen Feuerwehr Murstetten, sprach ein Festgedicht und überreichte hierauf dem Vertreter des n.-ö. Landesverbandes und dem Obmann des Bezirksverbandes Blumenbukette. Sodann
fand der Festzug durch den reich dekorierten und festlich beflaggten
Ort statt.
Um 4 Uhr fand im Saale der herrschaftlichen Taverne zu Murstetten die Delegiertensitzung des Bezirksverbandes Atzenbrugg statt,
welcher der Vertreter des Landesverbandes Herr Leopold Berger, der
Obmann des Bezirksverbandes Herr Karl Schmidt, dessen Stellvertreter
Joses Muck, sämtliche Ausschußmitglieder, 42 Delegierte und viele
Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren beiwohnten.
Am Schlusse der Sitzung sprach der Vertreter des Landesverbandes über den derzeitigen Stand des Unterstütungswesens im Landesverband der freiwilligen Feuerwehren von Niederösterreich.
Den Schluß des Festes bildete ein Konzert in Anton Fischelmayers Restaurations-Lokalitäten mit anschließendem Tanzkränzchen, welches die Festgäste bis zum Morgengrauen beisammen hielt.
Gemeindewahl
18. Juli 1912
Murstetten. (G e m e i n d e W a h l.) Bei der
am 11, d. M. vorgenommenen Gemeindeausschuß-
wahl wurden gewählt:
Im ersten Wahlkörper die Herren:
Franz Breitner, Franz Heidecker, Franz
Wiesberger, Franz Bittner;
als Ersatzmänner:
Franz Hell, Josef Hubauer;
im zweiten Wahlkörper die Herren:
Franz Scharl, Johann Bichler,
Anton Hell, Johann Hössinger;
als Ersatzmänner:
Alois Haumberger, Johann Hönigsberger;
im dritten Wahlkörper die Herren:
Josef Muhr, Alexander Kleinmayer, Franz Schmid, Johann Gräll;
als Ersatzmänner: Heinrich Kleinmayer, Franz Hölblinger
Gemeindewahl
25. Juli 1912
Murstetten. (Gemeinde- Ausschuß
wahl.) Donnerstag den 11, d. M. fand in
A. Kerschbaums Gasthause zu Murstetten die Neuwahl
der Ausschuß-Mitglieder aus allen drei
Wahlkörpern statt. Diese Wahl hätte Wohl an und
für sich keine weitere Bedeutung, wenn nicht beson
dere Begleitumstände dafür sprächen, daß der Vor
gang bei derselben ins rechte Licht gestellt werden
müßte. Die Wähler der zur Ortsgemeinde Mur-
stetten gehörigen Katastralgemeinde Thalheim
können sich mit dem Gedanken gar nicht vertraut
machen, daß das Bürgermeisteramt, welches schon
seit mehr als 20 Jahren in den Händen Thalheims
ist, zur Abwechslung wieder einmal in die Mutter
gemeinde Murstetten (allwo sich Kirche, Schule,
Raiffeisenkassa, landw. Kasino und eine Anzahl
Geschäftshäuser befinden), zurückkehren soll. Um
die Absicht der Murstettner Wähler zu vereiteln,
entfalteten die Wähler Thalheims schon vor län
gerer Zeit eine fieberhafte Agitation unter der
hiesigen Bevölkerung und in den auswärtigen
Ortschaften. In Thalheim selbst befindet sich eine
Gutsherrschaft, deren Verwalter diese Agitation
außerordentlich begünstigte. Nach dem Grundsätze:
„Und folgst du nicht willig, so brauch' ich Gewalt"
wurden unfügigen Geschäftsleuten Arbeiten ent-
zogen, während brauchbarere Wähler Arbeit und
Verdienst erhielten. Es wurden sogar wahlberech-
tigte Einwohner Murstettens aufgesucht und von
den Wahlagenten für die Wahl zugunsten Thal
heims beeinflußt. Am Sonntag den 7, d. M. wur-
den die gewonnenen Wähler zu einem Wahltrunk
nach Thalheim geladen, woselbst sie nach erfolgter
Befriedigung ihrer leiblichen Bedürfnisse mit allen
Verhaltungsmaßregeln für die bevorstehende Wahl
erst gründlich vertraut gemacht wurden. Wer die
Kosten für diese Bewirtung trug, ist leicht einzusehen,
wenn man bedenkt, daß die Gutsherrschaft
Thalheim sowohl für den entsprechenden Ausgang
derWahl, alsauch für den künftigenSitz des Bürger
meisteramtes ein reges Interesse hat. Es war nun
leicht vorauszusehen, daß der Wahlgang selbst,
welcher sich in aller Ruhe vollzog, trotz der berech-
tigten Gegenanstrengung der Murstettner Wähler
zugunsten Thalheims ausfiel. Die Murstettner
Wähler, welche nur um wenige Stimmen hinter
den verbündeten Thalheimern zurückblieben, erhiel-
ten von zwölf Mandaten bloß 3. Hievon entfallen
noch 2 auf erklärte Anhänger Thalheims. Es be-
sitzt somit Murstetten bloß 1 Ausschußmitglied,
welches für die Interessen der bedeutendsten Ort
schaft in der Ortsgemeinde Murstetten einzu-
treten hat. Nun fragen wir: Besitzt die Ortschaft
Thalheim mit ihrer rührigen Gutsverwaltung
ein Monopol auf den Sitz des Gemeindeamtes
der Ortsgemeinde Murstetten?— Sollten Leute,
welche in vielen Angelegenheiten beim Bürger-
meisteramte zu tun haben, wiederum im Bedarfsfalle
einen Weg von 3 Kilometern hin und 3
Kilometern heimwärts zurücklegen, nachdem doch
Murstetten im Mittelpunkte der Ortsgemeinde
liegt? Dieser unleidliche Zustand kann sich auf die
Dauer entschieden nicht bewähren; denn nach dem
Ausfall der vollzogenen Wahlen besitzt fast jedes
Haus in Thalheim entweder ein Ausschußmitglied
oder einen Ersatzmann. Alle hiesigen Sommerparteien
staunen darüber, daß sich
Gemeindeamt, Gendarmerie und Post samt Telegraphenamt in Thalheim befinden, während das Herz der Ortsgemeinde, nämlich Murstetten, diese Wohlfahrtseinrichtungen entbehren muß.
Bürgermeisterwahl
08. August 1912
Murstetten. (Bürgermeisterwahl)
Der bisherige Bürgermeister, Herr Josef Muhr wurde
als solcher wiedergewählt. Zu Gemeinderäten wurden
gewählt die Herren: Franz Scharl, Johann
Höffinger und Johann Gräll.
Absturz des Parseval-Luftschiffs auf der Eichleiten
22. August 1912
(Die Rückfahrt des „Parseval" von Linz.) Der
Parseval-Lenkballon der Luftschifferabteilung Fischamend, der, wie gemeldet, am Montag mittags von Linz aus die Rückfahrt nach Fischament antrat, landete gegen 6 Uhr nachmittags am Rande der sogenannten Eichleiten zwischen Würmla und Murstetten in der Nähe von NeuIengbach.
Hauptmann Tauber fuhr sofort nach
Neulengbach um Benzin, da jedoch die gewünschte Menge nicht aufzutreiben war, so wurde der Rest telephonisch von Wien besorgt. 30 Personen wurden aufgenommen, um den Ballon an den Leitseilen während der Nacht zu halten.
Die Insassen des Luftschiffes Hauptmann Tauber und die Herren Oberleutnant Weiß und Hofstätter mußten auch die ganze Nacht im Freien verbringen.
Am Bild rechts: Oberleutnant Ernst Hofstätter
Bild Quelle: www.wikiwand.com
Bild Quelle: www.wikiwand.com
Preis-Kegelscheiben im Gasthaus Schmatz
24. August 1912
Am 25. August, 1. und 8. September findet ein Preis-Kegelscheiben in Josef Schmatz` Gasthaus in Murstetten statt. Ein Los, drei Schube gültig, kostet 40 Heller.
Bürgermeisterwahl
17. Oktober 1912
Murstetten. (Bürgermeisterwahl).> An
Stelle des Zurückgetretenen Herrn Bürgermeisters
Muhr wurde vorigen Sonntag Herr Franz Scharl,
Wirtschaftsbesitzer in Thalheim, zum Bürgermeister
gewählt. Herr Scharl, der Heuer zum ersten
Mal in den Gemeindeausschuß gewählt wurde,
steht im 42. Lebensjahre. Da Herr Muhr auch aus
den Ausschüsse austritt, rückt Herr Kleinmayer
jun. als Ersatzmann an seine Stelle vor.
Hochzeit Lehrerin
21. November 1912
Murstetten. (Hochzeit) Vorigen Montag
feierten Fräulein Therese Igler, Lehrerin in Murstetten,
und Herr Heinrich Kleinmayer, Wirtschaftsadjunkt bei der Thalheimer Gutsherrschaft, hier, das Fest ihrer Vermählung, Mögen die vielen
Glückwünsche, die ihnen aus diesen: Anlässe zu gingen, alle in Erfüllung gehen!
Kaufhaus Berger wird versteigert
25. Mai 1913
Kaufmannhaus in Murstetten, Niederösterreich, in welchem bisher
ein Gemischtwarenhandel betrieben wurde,
gelangt vor dem k. U Bezirksgericht:
Atzenbrugg am 14. Juni um 10 Uhr
vorm., zur öffentlichen Versteigerung.
Schätzwert 12,800 ft., geringstes Gebot
6400 ft., Vadium 1280 ft. Auskünfte
bei Dr. Otto Steiner, Advokat in Atzenbrugg.