Quelle:
ANNO - AustriaN Newspapers Online | ANNO - AustriaN Newspapers Online


Weihnachtsfeier im Krankenhaus

Ausgabe vom 08.01.1948

1948 Anton Kos - neuer Bürgermeister

Neuer Bürgermeister und
Silvesterfeier

Fasching

Ausgabe vom 12.02.1948

Neuer Pfarrer  Hr. Friedrich Rafetseder 

Ausgabe vom 02.03.1948


Veränderung im Personalstande.
Hr. Friedrich Rafetseder, Pfarrer in Murstetten, wurde auf die Pfarre Ruprechtshofen kanonisch investiert;
Hr. Karl Breit, Kaplan in Loosdorf wurde Provisor (

 Geistlicher, der vertretungsweise eine Pfarre betreut)

 in Murstetten

Theater

Ausgabe vom 31.03.1949

Reihe 1 von links: Elfriede Franz( geb. Haindl), Lehrerin Maria Hajek, Josef Kos,
Reihe 2 von links: ?, Anna Eder (vorher Helli, geb. Mengl), ? Rauch, ?, Aloisia Pötschner (geb. Bichler), Friedrich Rafetseder, ?, ?, ?, ?, 

Marie Karrer, Marie Puxbaum, Edith Spiegel, Alois Puxbaum, Alois Ramsl,
Hubert Lacroix, Alois Gassner, 

 

Ehrenbürgerin Maria Hajek - Lehrerin in Murstetten 

Ausgabe vom 23.06.1949


Maria Hajek

Primiziant Erber kehrt aus russischer 

Gefangenschaft nach Hause zurück

Ausgabe vom 04.08.1949

Murstetten. (P r i m i z f e i e r.) Es war ein großer Freudentag für Eltern, Geschwister; Ver­wandte und die ganze katholische Pfarrgemeinde, als am 16. Juli Hochwürden Herr Primiziant Erber, welcher seit seiner Entlassung
aus russischer Kriegsgefangenschaft ohne Rast dem hohen Ziele zustrebte, ins Elternhaus heimkehrte, empfangen von Hochwürden Breit,
der Gemeindevertretung von Murstetten und Talheim und dem Kirchenchor unter Leitung des Herrn H. Lucruix und Herrn Schulrat Breit, welche ihm einen herzlichen Willkomm bereiteten. Der folgende Tag gestaltete sich zu
einem wahrhaft katholischen Freudenfest, zu welchem zahlreiche Gläubige aus nah und fern herbeigeeilt waren. Sowohl beim Empfang als auch beim Primizamt hatte der Kirchenchor sein Können unter Beweis gestellt. Auch die Gedichte sowie die Begrüßung durch Herrn Feuerwehrhauptmann Mengl lagen in besten Händen. Besonders gefiel der kleine Neffe Pepperl. 


Grand Prix - Rennautodiebe 

in Murstetten gefasst

Ausgabe vom 29.09.1949


Wie berichtet, wurden in der Nacht zum Dienstag zwei „Maserati"-Rennautos, die auf einem Drei-Tonnen-Diesel-Lastauto mit briti­schem Kennzeichen verladen waren, vor dem Hotel „Goldene Spinne", 3. Bez., Linke Bahn­gasse 1 a, gestohlen.
Es handelte sich um die Rennautos des Prin­zen Bira von Siam und des englischen Fah­rers Reg Barnell. Beide Wagen waren beim Rennen um den Großen Automobilpreis der CSR arg beschädigt worden. Zwei englische
Monteure, die den Auftrag hatten, die Fahr­zeuge über Wien nach Italien zu bringen, um sie dort wieder instand setzen zu lassen, trafen am Dienstag abends in Wien ein und stiegen im Hotel „Goldene Spinne" ab. Das Lastauto
ließen die Engländer vor dem Hotel stehen.

Ravag (ehem. ORF)  nimmt an der Verfolgung teil

Als kurz nach Mitternacht der Nachtportier zwei englische Soldaten beobachtete, die sich in den Wagen setzten und davonfuhren, dachte er,
sie würden auf Veranlassung der beiden Mon­teure die kostbare Fracht— die beiden Maschi­nen repräsentieren einen Wert von nahezu 18.000 Pfund— in eine englische Garage brin­gen. 
Erst am frühen Morgen, als die Monteure weiterfahren wollten, war es klar, daß es sich um einen Diebstahl handelte. Die Polizei gab sofort an alle ihre Dienststellen eine genaue Beschreibung des gestohlenen Lastautos und
seines Inhaltes und um 13 Uhr wurde auch über den Sender der Ravag (ORF) die Meldung durchgesagt.

Der Gendarmerieposten in Böheimkirchen, der zufällig die Mitteilung hörte, sah eine Viertelstunde später den beschriebenen Wagen in rascher Fahrt den Ort passieren.
In einem Privatauto verfolgten die Gen­darmen die Diebe und stellten sich ihnen bei Murstetten in den Weg. Die beiden Fahrer, Engländer in Uniform, wurden angehalten, das Lastauto und die beiden Rennmaschinen 
be­schlagnahmt. Die ruffische Kommandantur brachte dann Engländer und Beute nach Sankt Pölten.

Prinz Bira von Siam


Reg Barnell


In Wien wurde in der Nacht auf Diens­tag ein LKW gestohlen, auf dem sich zwei neue italienische Maserati-Rennwagen, ferner 9 neue Rennreifen und 6 Autowerk­zeugkisten befanden.
Auf Grund der Radioverlautbarung wurde der Gendarmerieposten in Böheimkirchen auf den Wagen aufmerksam und dem Gendarm Wallner gelang es nach einer aufregenden Jagd, die er in einem aufgehaltenen Personenwagen im 100-Kilo-meter-Tempo durchführte, den gestohle­nen Wagen in Murstetten zu stellen. Auf dem Wagen saßen zwei englische Soldaten.
Der eine stieg bei der Anhaltung sofort aus, der andere versuchte den Gendarm mit einem Hammer einzuschüchtern. Nachdem vom Gendarmerieposten Murstetten Hilfe kam, wurde auch der zweite Soldat festgenommen. Es handelt sich um zweit militärische Strafgefangene, die in Wie aus dem britischen Gefangenenhaus ausbrachen und im nächstgelegenen Kraftwagen die Flucht ergriffen. Sie fuhren zunächst nach St. Pölten wo sie einen Teil der neuen Rennreifen verkauften, dann nach Pottenbrunn, wo sie wieder einige Reifen zu Geld machten. In Böheimkirchen, wurde der "Bedford"-Wagen wie erwähnt erkannt. Offenbar wollten die zwei Soldaten nach Wien zurückfahren.

Silvesterfeier mit dem Männergesangsverein

Ausgabe vom 26.01.1950

Murstetten. (Vom Männergesang­verein.) Der hiesige Männergesangverein
hielt am 31. Dezember 1949 unter der Leitung seines Chormeisters Schulrat Karl Breit, eine wohlgelungene Silvesterfeier ab. Zur Auffüh­rung gelangten 12 Chöre teils heiteren, teils ernsten Genres. Unter der künstlerischen 
Lei­tung des Herrn Oberlehrers Johann Haibwidl wurde der Einakter „Prosit Neujahr“ mit fol­genden Mitwirkenden zur Aufführung ge­bracht: 

Josef Edelbacber, 
Josef Rauch, 
Josef Kos, 
Hermine Hiesl, 
Josef Ramsl, 
Otto La Croix.

Die Zwischenaktmusik besorgte das kleine
Orchester: 
Aloisia Bichler, Klavier, 
Josef Schmied, Akkordeon, 
Josef Kos und Eduard Haindl. Violine. 
Anschließend spielten die

Künstler zum Tanz. Der Obmann Herr Anton Kos dankte am Schluss dieser schönen Feier allen Mitarbeitern und den zahlreichen Besuchern.
Die Haspelwald-Gemeinde Murstetten hat damit den schönen Beweis geliefert, daß auch mittlere, ländliche Gemeinden aus eigener Kraft kulturelle Arbeit zu leisten imstande sind. Glück auf. Murstetten!

Theateraufführung - der "Gmoalump"

Ausgabe vom 06.04.1950

MURSTETTEN. („Der Gmoalum p.“)
Nach langer Pause brachte der Männergesang­sverein Murstetten eine wohlgelungene Theater­aufführung zustande. Gespielt wurde das Volks­stück „Der Gmoalump“ von Stöger-Ostin, ein nicht ungeschickt geschriebenes Reflexions­stück, das gerade in den Tagen der Einkehr auch den einen oder anderen an seine Pflichten gegenüber den Mitmenschen ermahnen soll. 
Ge­tragen wurde das Stück von den kleinen Vier, deren prächtiges und ausgeglichenes Spiel jede auch nur angedeutete Handlung zur vollen 
Gel­tung brachte. Einige kleine Hinweise mögen dies beleuchten. Herr Alois Gaßner als Bürgermei­ster und Vater war wohl in der Geständnis­szene seiner Tochter ganz wunderbar. Auch Frau Helli zeigte in ihrer Art des Spiels vor allem bei dem Ringen um die Seele des „Gmoa­lump“ reifes Können. Ebenbürtig war ihr der obwohl in letzter Minute eingesprungene Herr Friedrich Dorner. Er war es, der diese gute Auf­führung erst ermöglichte, wofür ihm auch an dieser Stelle besonders gedankt sei. So groß
diese Drei in ihrer Tragik, so blendend in der Komik Herr Alois Ramsl. Wie bühnenreif er sich seiner guten, aber schwierigen Rolle ent­ledigte, das zeigte der Beifall des Publikums.
Eigentlich ist es vermessen, allzu viele Namen anzuführen, aber das Können zwingt dazu. 
Frau Hajek als Mutter tief ergreifend, reif und ab­geklärt. 
Frl. Spiegel als keifende Frau des Gemeindedieners von natürlicher Köstlichkeit.
Lieserl, verkörpert durch Frl. Hiesl, allerliebst anzuschauen. 
Auch Frl. Heindl verspricht nach ihrem ersten Auftreten eine gute Spielerin zu werden Herr Kratschmair als Vizebürgermei­ster wie auch Herr Görlitzer als Gendarm mei­sterten ihre Rollen.
Über die Mitglieder des Gemeindeausschusses sag ich nichts, die schaut euch an. Und daß dieses Spiel so vortrefflich gefiel, wofür die ausverkauften Vorstellungen zeugten, gebührt nicht zuletzt der Regieführung, die wie ich glaube, im Hause der Schulgewaltigen zu suchen ist wärmster Dank.
Hoffentlich wir bald wieder etwas von euch

Muttertagsfeier

Ausgabe vom 18.05.1950

MURSTETTEN. (Muttertag.) Die Feier des Muttertages wurde heuer durch eine sehr nette und erfolgreiche theatralische Aufführung
der hiesigen Schuljugend äußerst schön um­rahmt und erweitert. Märchenspiele mit führen­ dem Muttertagsgedanken und heitere Einakter
brachten in Kerschbaums großem Saale den überaus zahlreich erschienenen Eltern und Freunden der Jugend Samstag, Sonntag und
Christi Himmelfahrt jedesmal Stunden der Er­bauung, Freude und Bewunderung durch die spielfreudigen Scharen aller Schulstufen. Es
würde den Rahmen einer Berichterstattung übersteigen, Namen von Spielern besonders zu nennen; alle boten ihr Bestes und einige spiel­ten so lebenstreu, als wären sie Berufscchauspieler. Die Darsteller ernteten reichlichen Bei­fall und der Lehrkörper H. Oberlehrer J. Halbwidl, tüchtiger und vielerprobter Leiter solcher Veranstaltungen, Fr. Lehrerin E. Hauser und
H. Lehrer J. Plank als getreue Mitarbeiter, hat sich volles Lob und reichste Anerkennung für die mühevollen Arbeiten erworben. Das
Reinerträgnis fließt der Schulkassa zu.

Heurigenschank Franz Breitner - Gumperding

Ausgabe vom 25.05.1950

Fronleichnam 08. Juni 1950

Musikverein und FF-Murstetten vor dem Kirchengang

Großbrand im Hause Kauper

Ausgabe vom 29.07.1950

Murstetten bei St. Pölten verbrannten eine Scheune und ein Schuppen des Wagnermeisters Ludwig Kauper, wobei ebenfalls die gesamte Ernte
und landwirtschaftliche Geräte zugrunde gingen.