Murstetten zur Römerzeit


Murstetten und seine Umgebung waren in der Römerzeit (Christi Geburt bis 500 n. Chr.) von keltischer bzw. romanischer Bevölkerung besiedelt.

An der Stelle, welche nun von den Trümmern der einstigen Goldburg bedeckt wird, stand einst ein römisches Castell. 

In der Zeit der Völkerwanderung wurde dasselbe wahrscheinlich, wie so viele andere römische Ansiedlungen, zerstört. Römische Grabsteine und
mehrere Münzen, welche vorgefunden wurden und noch vorhanden sind, geben Zeugnis hiervon.  

Auch die verfallene Wasserleitung dürfte ein Werk der Römer gewesen sein.

Reliquien:

Ein (leider mittlerweile sehr unleserlicher) Grabstein neben dem Kirchenportal, ( Am Foto links an der Wand hinter der Statue von Johannes von Nepomuk), 50 cm breit, 32 cm hoch, mit folgender Aufschrift (laut Chronik): 

OBILO QUINT 
V. F. SIBI ET SPERA
TIAE MAXIMAE
VIVAE SPERATIUS
LUPULUS AN LXX 

(Übersetzt:
Obilo Quintus hat dies zu Lebzeiten für sich selbst und für Spera Tia Maxima errichten lassen.
Speratus Lupulus, 70 Jahre alt.)

Außerdem fand man Römermünzen, eine Faustina Augusta (Fundort Windfeld), einen Constantin und einen Julian. Einige davon sind im kunsthistorischen Museum in Wien aufbewahrt. 


Auch der Ortsname soll sich von den Mauerresten des römischen Castell ableiten.
"mur" = die Wand
"stetten" = stätte

"Jahrbuch des Vereins für Geschichte der Stadt Wien, Mitteilungen von 1877"

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Quelle:

Haselbach


Auch hier gab es Gräberfunde in den Jahren 
1968 und 1972.

 

Anläßlich von Feldarbeiten wurden 1968 vom Bauer Josef Fischelmayer Mauerreste angeschnitten und beim Nachgraben Skelettreste festgestellt. Bei der sofort nach erfolgter Meldung durchgeführten Notbergung durch das Bundesdenkmalamt,
wurden 5 Körpergräber und 2 bereits oberflächlich sichtbare Brandbestattungen freigelegt.

1972 wurde abermals durch den Pflug auf derselben Parzelle in unmittelbarer Nähe der 1968 aufgedeckten Gräber ein weiteres Brandgrab (Grab Nr. 8) entdeckt.

Ob mit den bisher vorliegenden acht Gräbern der Friedhof erschöpft ist, muß vorderhand dahingestellt bleiben;


Die Gräber bezeugen eine Besiedlung des Ortes
zur Römerzeit. Einen Hinweis, wo die zugehörige Siedlung vermutet werden darf, gibt eine schon 1938 etwa 300 m östlich der Gräber, beim Anwesen des J. Fischelmayer gefundene
Münze, ein Sesterz des Antoninus Pius (138-161).

In diesem Bereich wurden auch
später wiederholt Tonscherben als Streufunde aufgelesen.


Darstellung auf dieser Homepage genehmigt von:
Quelle: Jahresschrift der Österr. Gesellschaft f. Archäologie 3/1975 (Christa Farka)
(www.unipub.uni-graz.at)


Bericht und Fotos zu den Gräbern in Haselbach: