Weihnachtsspiel der Schuljugend

(Ausgabe vom 04.01.1951)

Murstetten.( W eihnachtsspiel der Schuljugend.) Durch die be­kannte und vielfach bewährte Regiekunstdes Herrn Oberlehrers Johann Halbwidl
und unter der getreuen Mitwirkung seiner Lehrpersonen Frl. Edith Hauser und Herrn Kurt Bernauer brachten die Kinder am Samstag vor Weihnachten im Festsaale des Herrn Josef Schmatz ein sehr schönes Weihnachtsspiel zur Aufführung. Ernste Dialoge und Einzelsprüche, Lieder und
kleine heitere Einstreuungen verliehen der Darbietung Natürlichkeit und Lebens­treue. Die kleinen, mutigen Spieler boten in den Gruppen der ärmlichen Hirten, der verzagten Herbergsucher Maria und Josef,
in den sangesfrohen Engelsscharen, in den Weisen aus dem Morgenlande mit ihrem vielfärbigen Gefolge und im ganzen En­semble bei der Anbetung des neugebore­nen Christkindes vor der Krippe im Stalle zu Bethlehem ein sehr erbauliches Bild von der Menschwerdung des Erlösers. Rei­cher Beifall lohnte die Darstellungskunst der Kleinen und die viele ungesehene
Mühe der Veranstalter. Zum Schlüsse er­folgte unter dem strahlenden Christbaume die Bescherung aller Schulkinder mit je einem Weihnachtspaket. Über allgemei­nen Wunsch der Bevölkerung wurde eine
Wiederholung dieses Weihnachtsspieles für den 7. Jänner 1951 anberaunt.

Abschied von Eduard Melounek,

Baumeister von Murstetten

(Ausgabe vom 01.03.1951)

Feuerwehr-Inspizierung
am 14. Mai 1951

(Ausgabe vom 31.05.1951)


Firmung in Murstetten

am 21. Mai 1951


(Ausgabe vom 31.05.1951)


Trieur zu verkaufen

(Ausgabe vom 30.08.1951)

25 Jahre Molkereigenossenschaft Neulengbach

Auszeichnung für Hr. Kos

(Ausgabe vom 01.11.1951)

25 Jahre Molkereigenossenschaft Neulengbach
Jubiläumsvollversammlung anläßlich des Theresien-Jahrmarktes

 

Die Molkereigenossenschaft „Wienerwald“ in Neulengbach feierte am Tage des tra­ditionellen Theresien-Jahrmarktes am 16. Oktober in einer Jubiläumsvollversamm­lung ihr 25jähriges Bestehen.
Der festliche Tag wurde durch eine Ge­dächtnismesse für die verstorbenen Grün­der, Mitglieder und Angestellten der Ge-
­nossenschaft in der Pfarrkirche Neuleng­bach eingeleitet, bei welcher Gelegenheit sich der Kirchenchor unter der Stabfüh­rung des Regenschori Losert besonders hervortat.
Um 10 Uhr konnte der Obmann der Ge­nossenschaft, Herr Bürgermeister Aigner aus Ollersbach, im festlich geschmückten Saal des Gasthofes Schedl außer 700 Mit­gliedern folgende Gäste begrüßen: 
Kam­merpräsident NR. Strommer, Landtags­präsident Saßmann, den Direktor des Bauernbundes NR. Ing. Hartmann, Kam­meramtsdirektor Oekonomierat Dr. Ing. Müller, Hofrat Dr. Ing. Haunold, Bezirks­hauptmann Hofrat Dr. Suchanek, Hoehw. Herrn Geistl. Rat Klamminger, Oberinspek­tionsrat Ing. Liebhart, Inspektionsrat Pleban, Bezirksbauemkammerobmann All­mayer, 
Bezirksbauernkammerobmann öko­nomierat Steinböck, Bürgermeister Schind­ler, Bürgermeister Deix, Oberverwalter Auer sowie die Vertreter der Nachbar­molkereien.

Aus dem Bericht über die Geschichte und die Tätigkeit der Molkereigenossenschaft in den letzten 25 Jahren, welcher

von Herrn Molkereidirektor Dipl.-Ing. Horak gegeben wurde, soll hervorgehoben werden, daß es in der Zeit nach dem er­sten Weltkrieg nur der Tatkraft und dem Opfersinn der damaligen Funktionäre—
allen voran Kommerzialrat Schmatz, Oeko­nomierat Ofner und dem damaligen Ge­schäftsführer Oberverwalter Tributsch—zuzuschreiben ist, daß dieses große Werk geschaffen werden konnte. Es war und bleibt eine große Tat ersten Ranges, daß die damaligen Funktionäre Personalhaf­tungen in einer Höhe von 670.000 S auf sich genommen haben, um den Bau zu 
er­möglichen. Der Betrieb erfaßte vor 25 Jahren 
1500 Liter Milch täglich von 60 Mitgliedern und steht heute bei einer 
An­lieferung von 25.000 Liter, welche von 1860 Mitgliedern geliefert werden. Hand in Hand mit dem wirtschaftlichen Aufschwung der Genossenschaft ging die technische und maschinelle Ausgestaltung des Betriebes,
so daß alle Voraussetzungen für die Her­stellung qualitativ hochstehender Produkte gegeben sind.
Für die schönen Leistungen, wie sie aus den Ziffern der Bilanz hervorgehen,
gebührt der Dank und die Anerkennung allen Funktionären, Arbeitern und Ange­stellten, aber auch den übergeordneten staatlichen Stellen und berufständisehen Organisationen, die mitgeholfen haben, Großes und Wertvolles zu schaffen.

Bezirkshauptmann Hofrat Dr. Suchanek gratulierte der Bauernschaft zum heutigen Produktionsaufschwung und appellierte an die Einigkeit im Kiemen, um dadurch die Freiheit für das Volk zu erreichen.
Hofrat Dr. Ing. Haunold erinnerte an die Zeit, wo er mit den Männern, die heute der kühle Rasen deckt, Gelegenheit hatte, den Aufbau der jubilierenden Genossen­schaft mitzuerleben.
NR. Ing. Hartmann überbrachte die Grüße des Landeshauptmannes Steinböck und stellte fest, daß so mancher alte Ge­nossenschaftspionier es gerne sehen würde, wenn die heutige bäuerliche Jugend die Werke der Väter nicht als selbstver­ständlich ansehen, sondern selbst mit Hand anlegen würde. Die Schwierigkeiten der Gegenwart werden überwunden wer­
den, wie alle Krisen, welche die Bauern­schaft bisher überwunden hat, wenn alle einig sind. Das Ziel heißt, den freien Bauern auf freier Scholle zu erhalten. 

 

Kammerpräsident NR. Strommer trat in längeren, in würziger Art vorgetragenen Ausführungen den Anschuldigungen ent­gegen, die heute in Bausch und Bogen der Bauernschaft angelastet werden.
Landtagspräsident Saßmann überbrachte die besten Grüße der Genossenschafts-Zentralkasse und ihres Obmannes, Landwirtschaftsminister Kraus, und wünschte der Genossenschaft auch für die Zukunft besten Erfolg. Anschließend nahm er die Auszeichnung folgender Herren vor:

Obmann Aigner erhielt das Ehrenzeichen II. Klasse der Genossenschafts-zentral­kasse,
Herr Kos, Murstetten, und Be­triebsleiter Miksch das Ehrenzeichen III.
Klasse der Genossenschafts-Zentralkasse.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Genossenschaft Bezirksbauernkammerob­mann Bürgermeister Hochrieder aus Kogl
und Ferdinand Steinböck aus Siegersdorf erhielten für ihre durch 25 Jahre ausge­übte Tätigkeit als Funktionäre der Ge­nossenschaft die 
Buchinger-plakette.
Kammeramtsdirektor Oek.-Rat Dr. Ing. Müller gratulierte der Genossenschaft und ihren Arbeitern und Angestellten, die in
Erfüllung ihrer täglichen Pflicht zum Er­folg beigetragen haben und ehrte anschlie­ßend die Angestellten Weißmann, Fried­rich, Ofner, Wutzl und Riedler durch Ueberreichung eines Diploms und der Kammermedaille. Molkereidirektor Dipl.-Ing. Horak erhielt ein Anerkennungs­diplom. 



Muttertagsfeier

(Ausgabe vom 22. 05. 1952)

 

Murstetten wird zur "Sommerfrische" 

(Ausgabe vom 14.08.1952)

In Österreich hatte die Sommerfrische lange Tradition und war vor allem in gehobenen Gesellschaftsschichten auch ein Statussymbol. In einer bürgerlichen Familie blieb zumeist nur die Mutter mit den Kindern den ganzen Sommer über in der Sommerfrische, während die arbeitenden Väter nur am Wochenende und für ein bis drei Wochen Urlaub nachkamen.


Abschied von Dr. Josef Satzinger

(Ausgabe vom 16.10.1952)

Maskenball des

Verschönerungsvereins

am 31.01.1953


(Ausgabe vom 29.01.1953)

Ehrung - Schlossermeister Franz Schmidt

am 24. Jänner 1953


(Ausgabe vom 05.02.1953)


Tragischer Unfall - Ernst Kauper

am 08.04.1953


(Ausgabe vom 16.04.1953)

Murstettner Gendarm wird zum Räuber

(Ausgabe vom 17.04.1953)

Räuber und Gendarm in einer Person
Er und seine Frau wollten "einmal etwas Tolles" unternehmen

 
Wien, 17. April (Eigenbericht). Vor einem Geschwornensenat des Kreisgerichtes St. Pöl­ten rollte gestern ein Vorfall ab, der schon
seinerzeit— im Sommer vorigen Jahres— in ganz Österreich großes Aufsehen erregt hatte. Vor dem Richter standen der 26jährige frü­here Gendarm Werner Steingruber und dessen 27jährige Gattin Hertha unter der
Anklage des Raubes. Die Anklageschrift, aus der hervorgeht, daß Steingruber am 7. Juli 1948 als aktiver Gendarmeriebeamter von
Murstetten gemeinsam mit seiner Gattin in das Haus des Arztes Dr. Satzinger einge­stiegen war und dort die Hausgehilfin gefes­selt, geknebelt und bedroht hatte, nur um einmal „etwas Tolles zu unternehmen“, über­
trifft den Inhalt des billigsten Schundromans.
Schon am 5. Juli waren Steingruber und ein Freund nachts maskiert zum Hause Dr. Satzingers gegangen, um dort einzudringen.
Sie gaben ihr Vorhaben jedoch auf, da sie schließlich der Mut verließ. Zwei
Tage später aber wiederholte Steingruber seinen Versuch, diesmal in Begleitung seiner Gattin. Um ein Uhr nachts machten sie
sich, die Gesichter mit schwarzen Tüchern maskiert, auf den Weg zum Hause des Dok­tors, das dreieinhalb Kilometer außerhalb
von Murstetten liegt. Die beiden stiegen durch ein Fenster in das Zimmer der Hausgehilfin Leopoldine Weiß ein und Steingruber fesselte und knebelte sie. Laut Anklageschrift sagte er zu ihr: „Wenn du nicht ruhig bist,
ersteche ich dich!“ Um diese Drohung zu untermalen, zeigte er ihr einen Hirschfänger, mit dem er dann die Telephonleitungen
durchschnitt.
Das Mädchen konnte sich jedoch schließ­lich befreien und die Flucht ergreifen, worauf die beiden Eindringlinge davonliefen, ohne etwas geraubt zu haben. Die Angelegenheit kam nur dadurch auf, daß die Frau des Gendarmen davon erzählte, als sie gerade auf -ihren Mann eifersüchtig
war. Bis zu seiner Verhaftung machte Stein­gruber als gutbeschriebener Gendarm weiter­hin Dienst. Der Bekannte Steingrubers, der mit ihm den ersten Einbruchsversuch unter­nommen hatte, verübte später einen 
Selbst­mordversuch, der mißglückte. Ein Pistolen­projektil verletzte jedoch die Sehnerven des Mannes, der seither völlig blind ist. Gegen ihn läuft ein eigenes Strafverfahren. In der gestrigen Verhandlung gaben der
Gendarm und seine Frau ein Motiv an, das beim Senat und auf der Geschwornenbank Kopfschütteln hervorrief. Sie erklärten ein­
stimmig, es habe sich nur um eine „Mut­probe“ gehandelt. Die Frau erzählte, Stein­gruber sei eine Abenteurernatur und schwärme für Frauen, die sich etwas trauen. Um ihm zu beweisen, daß auch sie imstande sei, „etwas
Tolles zu machen“, habe sie dann mit ihrem Mann den Plan ausgearbeitet und durch­geführt, obzwar sie fürchterliche Angst hatte.
Die Verhandlung wird heute fortgesetzt und voraussichtlich beendet. 


LFW-Gründungsversammlung

Sprengel Murstetten

am 19.04.1953


(Ausgabe vom 23.04.1953)


Murstetten. (LFW.) Am Sonntag den 19. 4.
fand in Murstetten die Gründungsversamm­lung des Ländl. Fortbildungswerkes, Sprengel Murstetten, statt. Bezirksobmann Göschlbauer konnte den hochw. H. Pfarrer Breit, Murstetten sowie den sowie den Handelskammerrat Allmaier, die Bürgermeister der Gemeinden Murstetten und Thalheim, Ing. Steinböck von der Land­wirtschaftskammer, die Bezirksmitarbeiterin Göhr sowie die Lehrkräfte H. Gruber und Fr.
Sukan und die Kammerräte von Murstetten und Thalheim begrüßen. Er sprach dann über Organisation, Aufbau und Ziele des LFW.

Landwirtschaftslehrer Gruber leitete hierauf die Wahl der Sprengelleitung.

Als erster Sprengelleiter wurde H. Alois Spangl,
zu sei­nem Stellvertreter H. Anton Buxbaum ge­wählt. Sprengelmitarbeiterinnen wurden Frl. F. Breitner und Frl. G. Steigberger.

Im An­schluß daran sprach Ing. Steinböck über das Fortbildungswerk. Er begeisterte in seiner Art die ebenfalls in sehr beträchtlicher Zahl
anwesenden Erwachsenen und feuerte den jungen Sprengel zur Gemeinschaftsarbeit an. Kammerobmann Allmaier lobte die Treue
der bäuerlichen Jugend zur angestammten Scholle und ihre Opferbereitschaft. Mit den flotten Marschklängen der jungen Murstettner
Musikkapelle, die auch die Versammlung in dankenswerter Bereitschaft einleitete, klang die sehr gut gelungene Veranstaltung aus.
Möge der Sprengel zum Wohle der jungen Bauernschaft unseres Bezirkes seine Aufgabe erfüllen. 

Sommerfrische - Franz Kerschbaum

(Ausgabe vom 10.05.1953)

 

Begräbnis- Maria Hajek

am 03.09.1953  


(Ausgabe vom 10.09.1953)

Sprengelgründungfest

am 11.10.1953

(Ausgabe vom 15.10.1953)

Weihe der Erntekrone

Bandltanz, Kerschbaum

Ehrung - Tischlermeister Klaus

(Ausgabe vom 10.12.1953) 


Murstetten kommt zum Standesamt Neulengbach

(Ausgabe vom 17.12.1953)

LFW-Aufführung

(Ausgabe vom 02.04.1954)

Florianitag in Murstetten

(Ausgabe vom 06.05.1954)

LFW

(Ausgabe vom 27.05.1954)

Verunglückt - Josef Schmatz jun.

am 29.06.1954


(Ausgabe vom 15.07.1954)

 

Glockenweihe

am 14.11.1954


(Beitrag vom 18.11.1954)

Untere Hauptstraße

Kirchenchor

1. Edith Kern
2. Maria Haindl
3. Anna Eder (geb. Mengl)
4. Franziska Hierner (geb. Kerschbaum)
5. Inge Kahri (geb. Schmatz)
6. Anna Poschmaier (geb. Bichler)
7. Maria Rauch (geb. Mengl)
8. Maria Spangl (geb. Bichler)
9. Anna Kordovsky (geb. Dorner)
10. Aloisia Pötschner (geb. Bichler)
11. Eduard Haindl

Musikkapelle Murstetten

Der "Donnerer"

LFW - Bauernball

(Beitrag vom 23.12.1954)