Spar-und Darlehenskassenverein Murstetten

31. Mai 1903

Firma Protokollierungen.
.....
Änderungen und Zusätze zu bereits eingetragenen Genossenschaftsfirmen:
Bei der Firma: Spar-und Darlehenskassenverein für die Ortsgemeinde Murstetten, registrierte Genossenschaft mit unbeschränkter Haftung wurde
1. gelöscht
a. der bisherige Obmannstellvertreter Miachel Burger, dann die 
bisherigen Vorstandmitglieder
b. Josef Hufnagel, 
c. Josef Hohlleichl, 
2. ein-

getragen
a. als nunmehriger Obmann-Stellvertreter Josef Hufnagl, Wirtschaftsbesitzer in Murstetten, dann als nunmehrige Vorstandsmitglieder
b. Michael Müller, Hausbesitzer in Gumperding, 
c. Johann Fellner, Hausbesitzer in Murstetten.

Leopoldifeier

12. November 1903

Leopoldifeier

Herr Josef Schmatz veranstaltet Sonntag den 15. d. in seiner Gastwirtschaft eine Leopoldifeier, bei welcher die Musik des lustigen Karl von Murstetten aufspielen wird. 

Schulvereinsversammlung

17. Dezember 1903

Murstetten. (Schulvereins-Versammlung.) Am 8. Dezember hielt die Murstettner Pfarrgruppe des kath. Schulvereines 
ihre Jahres-Versammlung, an der etwa 
150 bis 200 Personen teilnahmen,
im Saale des Herrn Schmatz ab. 

Zuerst sprach der Obmann, Herr Pfarrer Puhm von Murstetten, über
die Erziehung, welche die alten Spartaner, Athener
und Römer ihren Kindern angedeihen ließen, und
verglich damit in humorvollen Wendungen die 
Erziehung, welche unserer Jugend geboten wird. Darauf
wurde die Wahl des Vorstandes der Pfarrgruppe
vorgenommen. 

Auf Vorschlag des Herrn Bürger­meisters Eisner wurden 
Herrn Pfarrer Puhm wieder zum Obmann, 
die Herren Muhr, Burger und Breitner zu seinen Stellvertretern, 

die Herren Bichler, Stöger und Fellner zu Schriftführern, die Herren Pfeiffer, Schmidt und Stichelberger zu Kassieren, 
und die Herren Eisner und Heidecker zu Delegierten gewählt.

— Zwei Vereinsmitglieder sangen hernach Volkslieder.
Sodann hielt Herr Dr. Schmöger, Theologieprofessor
aus St. Pölten, eine ausgezeichnete, packende Rede
über das Zusammenwirken der Eltern, der Schule,
der Kirche und des Staates bei der Jugend-Ehrziehung.
Hierauf trug Fräulein Fanny Puhm in vorzüglicher
Weise zwei Gedichte von Karl Frim („In Schanl
sein' erste Prüfing" und „Justament nöd!") und Herr
Pfarrer Puhm vier Gesänge des Epos „Da Naz"
von Josef Misson vor. Sämtliche Darbietungen
wurden von den Zuhörern mit lebhaftem Beifall aus­
genommen, und ein distinguierter Gast, der schon
vielen ähnlichen Veranstaltungen beiwohnte, erklärte



ausdrücklich, er habe noch selten eine so gelungene
mitgemacht. Der frühere Schriftführer Herr Winkel­müller sandte aus 
Wien ein Begrüßungs-Telegramm.

Lagerhaus

26. Dezember 1903

Alles hat seine Zeit - und seine Geschichte! Wer sind wir? Warum tun wir das, was wir tun? Und was zeichnet uns aus? Erfahren Sie hier, wie wir zu dem geworden sind, was wir sind - und was wir dabei alles erlebt haben.

Lagerhaus Neulengbach
Aus dem Atzenbrugger Gerichtsbezirkt kommt uns die Mitteilung zu, 
 daß der n.-ö. Landesausschuß die
Errichtung eines eigenen Lagerhauses für Atzenbrugg nicht dringlich befunden habe· 
Diese Entscheidung hat der hohe n.-ö. Landesausschuß wahrscheinlich deswegen gefällt, weil der Bezirk Atzenbrugg, inmitten der Bezirke 
Herzogenburg, Tulln und Neulengbach gelegen, sich
leicht an eines der bestehenden Lagerhäuser anschließen kann. 
Die Ortsgemeinde Würmla wird nun ihren Entschluß, zum Lagerhause
Neulengbach beizutreten, zur Wahrheit werden
lassen; ebenso die Neulengbach näher gelegenen
Gemeinden Murstetten, Abstetten und ein Teil
der Gemeinde Michelhausen. Die Sache unseres Lagerhauses 
hat hiedurch gewonnen und wir laden alle Wirtschaftsbesitzer 
der benachbarten Gemeinden des Bezirkes Neulengbach
ein, ihren Beitritt möglichst bald bekanntgeben 
zu wollen.

März 1904

Kaufmann in Murstetten verstorben

Zum Schlusse müssen wir noch jender gedenken, welche der Tod aus unserer Mitte abberufen hat.
............
Jean Mainguet, Kaufmann in Murstetten

Arzt gesucht

03. Jänner 1904

 

Gemeindearztesstelle in Murstetten, politischer Bezirk Tulln, 
(Niederösterreich) sofort zu besetzen. Gemeindebeitrag
800 K, freie Wohnung und jährlich 16 Raummeter Holz; bisherige Subvention vom n. ö. Landesausschusse 400 K. Führung
einer Hausapotheke erforderlich. Bewerber um diese Stelle haben
ihre im Sinne des§ 11 des Gesetzes vom 21. Dezember 1888
L. G. u. V. Bl. Nr. 2 ex 1889 mit dem Doktordiplom, dem
Sittenzeugnisse, dem von einem Amtsarzte ausgestellten physischen
Tauglichkeitszeugnisse und dem Nachweise über die bisherige
Verwendung instruierten Gesuche bis längstens 30. November
1. J. an die Gemeindevorstehung in Murstetten zu richten. 

Christbaumfeier

07. Jänner 1904

Murstetten. (C h r i st b a u m f e i e r.) War
das ein Jubel, als die vollzählig erschienenen Kinder
der hiesigen Volksschule am Freitag den 25. Dezember
nach beendetem Nachmittagsgottesdienste in das zum
Teil in ein Tannenwäldchen umgewandelte Schul­zimmer 
eintraten, um Hierselbst das Kinderfestspiel
„Der Weihnachtsbaum" (komp. v. K. Hallig) zur
Aufführung zu bringen. An diesem schönen Feste
beteiligten sich auch die Mitglieder der hiesigen 
Ge­meindevertretung, des Ortsschulrates, die Spender
und die Angehörigen der anwesenden Schulkinder in
dem Maße, daß das ziemlich geräumige Schulzimmer
bis auf das letzte Plätzchen besetzt war. Das Fest­
spiel, dessen musikalischer und deklamatorischer Teil
durchwegs von den Schulkindern besorgt wurde und
in Bezug auf deren Leistung nichts zu wünschen
übrig ließ, begann mit einer am Harmonium vor­getragenen
 Introduktion und nachherigen, die Be­deutung des Festes 
betreffenden Ansprache seitens
des Leiters dieser Schule. Große Freude bereitete
den Kindern unter anderen auch der aus der Bühne
erschienene kostümierte Weihnachtsmann (ein Schul­knabe) „Ruprecht", welcher nach kurzem Wechsel­gespräche die beiden Geschwister
 „Hänsel und Gretel" 


mit Äpfeln, Nüssen und Kuchen beschenkte. Während
der Absingung des letzten Kinderchores würden die
zahlreichen Kerzen des prächtig geschmückten großen
Weihnachtsbaumes angezündet und ein kleiner Knabe
trug das „Weihnachtsgebet" vor. Sodann folgte die
Christbescherung, bei welcher Gelegenheit an alle
Schulkinder teils mit Kleidungsstücken und teils mit
Schulrequisiten gedacht wurde. Nach beendigter 
Be­scherung dankten zwei Mädchen (in einem sinnreichen
Gedichte) den Spendern für die empfangenen 
Weih­nachtsgaben.— Auch die Schulleitung Murstetten 
fühlt sich angenehm verpflichtet, allen edlen Spendern
im Namen der Schuljugend für dieses gelungene
Fest den aufrichtigsten Dank an dieser Stelle 
auszusprechen.

Pfarrer Puhm - Anerkennung d. Josef-Bücher-Bruderschaft

23. Jänner 1904

 

Von der St. Josef-Bücher-Bruderschaft.
Wir teilten schon mit, daß die St. Josef-
Bücherbruderschaft in Klagenfurt zwei Preise
für lustige Volkserzählungen ausschrieb, und
daß dem Herrn Professor Wichnerr in Krems
der zweite Preis zuerkannt wurde. Heute
wollen wir noch hinzufügen, daß das Preis­-
richter-Kollegium zwei anderen Schriftstellern
aus unserer Heimat, nämlich J. Puhm in
Murstetten und Th. Rab in Seitenstetten, die
„ehrende Anerkennung" aussprach. 
Ihre Ar­beiten wurden vom Verlage der Bücherbruderschaft erworben. 

Liebeskummer - halbverhungerter Infanterist

01. Mai 1904

Ein halbverhungerter Deutschmeister
Man berichtet uns aus St. Pölten unterm 30. April: Der Infanterist 
Anton Bauer des Deutschmeister-Regimentes
Nr. 4, welcher bereits im dritten Jahre dient, hat sich an-
läßlich des Einmarsches des Regimentes in Wien von seinem
Truppenkörper entfernt und irrte seither in den hiesigen
Wäldern herum. Er beabsichtigte nämlich, seine Geliebte
in Murstetten zu besuchen, brachte aber in Erfahrung, daß
sie ihm untreu geworden. Aus Gram darüber beschloß er
durch Verhungern seinem Leben ein Ende zu bereiten.
Heute vormittags wurde er im Walde bei Gottlosberg
erschöpft aufgefunden und über Verfügung des Arztes
Dr. Thumen aus Murstetten gelabt. Bauer hatte
schon mehrere Tage keine Nahrung zu sich
genommen. Er wurde dem hiesigen Truppenstations-
kommando übergeben.

"Seminarbau"

11. Mai 1904

Ausweis
über die zum Seminarbau im Jahre 1903 eingezahlten Spenden in Kronenwährung. Die Spenden und Beiträge zum Seminarverein wurden bereits separat ausgewiesen. Die verzeichneten Beträge der Pfarren stammen von den Kirchensammlungen:

Murstetten 12

Erhängt

25. Juni 1904

 

Am 18. Juni erhängte sich
der Maurer Johann Cimpa in seiner Kammer.
Er war seit einigen Wochen bei dem Maurermeister
J. Eichinger in Murstetten beschäftigt,
ein fleißiger und sparsamer Mensch, der all-
wöchentlich mehrere Gulden seiner im Taborer
Kreise (Böhmen) lebenden Familie schickte. Was
ihn in den Tod getrieben, ist unbekannt, doch
scheint nach einem aus seiner Heimat stammen-
den Briefe, der bei ihm vorgefunden wurde,
gekränkter Ehrgeiz die Ursache des Selbstmordes
zu sein.

Schriftsteller, Pfarrer Puhm

1905

FF- Ball Murstetten

04. Februar 1905

Die hiesige Freiw. Feuerwehr hält Sonntag, den 5. Februar i. J. ihren Ball in August Kerschbaum`s Lokalitäten ab.

Impfarzt

11. Mai 1905

Murstetten. (Bestellung zum Impfarzt.)
Die k. k. n.-ö. Stadthalterei hat im Einvernehmen
mit dem n.-ö. Landesausschuß die Bestellung des
Gemeindearztes Dr. I. Jgel in Murstetten zum
Impfarzte auf den Sammelplätzen Murstetten und
Thalheim genehmigt.

Schiller-Feier

18. Mai 1905

Murstetten. (Schiller-Feier.) Am 7. Mai
veranstaltete die neugegründete Gesangsgesellschaft
unter der Leitung des Oberlehrers Farnik eine
Schiller-Feier. Es wurden viele Männerchöre ge­sungen
 und Schillers Gesichte: „Graf von Habs­burg", 
„Das Lied von der Glocke", „Bürgschaft",
„Der Kampf mit dem Drachen" vorgetragen. Ein
vorzügliches Gedächtnis bewies August Kerschbaum jun.,
welcher das ganze „Lied von der Glocke" frei
rezitierte. Auch die anderen Vortragenden, Weilguni,
Hufnagl, Neumaier, Teufel, Hoffmann, halten sich
fleißig vorbereitet. Die Musikkundigen und die
übrigen Zuhörer spendeten dem Dirigenten und seinen
Sängern vielen Beifall, der teils dem Eifer, teils
den Leistungen galt.

Verzehrungssteuer

08. August 1905

Verzehrungssteuer-Abfindungsverhandlung für das Jahr 1906.
Von der k. k. Finanz-Bezirksdirektion in St· Pölten wird hiermit bekanntgemacht, daß zur
Sicherstellung der Verzehrungssteuer von Wein, Weinmost und Obstmost, dann von Fleisch
für das Jahr 1906 bedingt oder auch unbedingt für die Jahre 1907 und 1908 die Solidar-Abfindungsverhandlungen mit den verzehrungssteuerpflichtigen Gewerbeunternehmern der in
die sechs nachstehenden Abfindungsbezirke eingeteilten Gruppe, umfassend die sämtlichen Orts-
gemeinden des Steuerbezirkes Atzenbrugg unter Forderung eines jährlichen Abfindungspauschales
für die ganze Gruppe für Wein, Weinmost und Obstmost von 8498 K und für Fleisch von
2886 K, zusammen daher 11.384 K, am 5. September 1905 in der Gemeindekanzlei in
Atzenbrugg zu den unten angesetzten Orten und Stunden stattfinden werden.
Die sechs Abfindungsbezirke und die auf dieselben entfallenden Beträge sind:

Es wird jedoch bemerkt, daß der Abschluß des Abfindungsvertrages für jeden einzelnen dieser Abfindungsbezirke an die Bedingung geknüpft ist, daß die Abfindung über die Wein- und Fleischsteuer-Entrichtung
in der ganzen Gruppe Kündigung des Abfindungsvertrages, soweit sie überhaupt zulässig ist, zustande kommt und daß die
nur dann Geltung haben soll, wenn sie von allen zu der Gruppe gehörigen Abfindungsgesellschaften rechtzeitig vorgenommen wird.

Bei der Abfindungsverhandlung muß die an Kopfzahl und Gewerbsumfang überwiegende "Mehrheit der verzehrungssteuerpflichtigen Gewerbsunternehmer des Abfindungsbezirkes vertreten
sein und der Abfindung zustimmen.
Die Bevollmächtigten dieser Gewerbsunternehmer müssen mit legalisierten Vollmachten versehen sein.
K. k. Finanz-Bezirksdirektion St. Pölten, am 2. August 1905.

 Deserteur und Langfinger

09. November 1905 

 

Murstetten (Deserteur, Einsiedler,
Langfinger.) Ein Deutschmeister-Reservist, welcher
im Vorjahre 14 Tage lang als Deserteur in einem
Strohschober gehaust hatte, zulctzt entdeckt, einge­
liefert und sehr milde bestraft worden war, bezog
vor einer Woche auf einem Heuboden zu Murstetten
ein verborgenes Lager. Einem Iltis gleich, unter­nahm
 er von hier aus bei Nacht und Nebel Beute­züge. 
Zuerst entwendete er aus den Ställen saft­reiche Tabakspfeifen 
und Geldbeutel, die im letzten
Stadium der Schwindsucht standen. Dann stahl er
Wein, Geld, Brot, Glimmstengel und zuletzt Milch.
Einige Tropfen dieses unschuldigen Getränkes wiesen
der rächenden Gerechtigkeit den Weg zu seinem Haupt­quartier. 
Beherzte Männer zogen mit Knütteln und
Heugabeln gegen, das Lager, umzingelten es und
stocherten in dem Heu herum. Der Langfinger ertrug standhaft die Drangsale der Belagerung, bis die Spitzen einer Heugabel ihn berührten. 
Da ergab er sich, wurde gefesselt und dem Gerichte überliefert,
welches ihm wohl erlauben wird, sich seinem Hange
zur Einsamkeit längere Zeit hinzugeben. 

Männer-Gesangsverein
16. Dezember 1905

Murstetten. Der Männer-Gesangsverein
von Murstetten veranstaltet um 31. Dezember
l. J. in A. Fischelmayer’s Saallokalitäten eine
Sylvesterfeier mit sehr reichem Programme.
Eintritt 60 Heller.-

Männer-Wallfahrt

12. Mai 1906

Männerwallfahrt am Mittwoch den 16. Mai 1966
nach Heiligenkreuz bei Herzogenburg.
Teilnehmer an dieser Männerwallfahrt,
welche eine Frucht des V. allgemeinen 
öster­reichischen Katholikentages ist, sind die Männer,
und Jünglinge aus folgenden 20 
Pfarrgemeinden: St. Andrä a. d. T., Böheimkirchen,
Getzersdorf, Heiligenkreuz. Heiligeneich, 
Her­zogenburg, Jeutendorf, Inzersdorf, Kapelln,
Murstetten, Oberwölbling, Ponsee, Potten-
brunn, Reidling, Rust, Stollhofen, Traismauer,
Weißenkirchen, Würmla, Zwentendorf. Aus­
wärtige Teilnehmer mögen sich den einzelnen
Prozessionen, welche von den hochw. Seel­
sorgern geführt werden, anschließen.


Gumperding - Weihfest der neuen Kapelle

13. Juni 1906

Murstetten. (Kapellen- und Glocken­weihe.) In dem Dorfe Gumperding weihte der hochw. Herr Pfarrer von Murstetten am 10. Juni die neuerbaute Betkapelle und eine Glocke. Herr Lehrer Priesner aus Krems hatte Kapelle und Glocke prächtig geschmückt. Der weihende Priester
legte der Ansprache, die er auf dem hübschen Platze vor der Kapelle hielt, die Inschrift zugrunde, welche die große Piaristenglocke in Krems trägt: „En ego lcampana nunquam annuntio yana" (d. h. „ich,




die Glocke, künde niemals nichtige Dinge"). Wäh­rend 
die neue Glocke zum erstenmal geläutet wurde,
betete die vielhundertköpfige Volksmenge den „Engel
des Herrn." Darauf feierte Herr Priesner, welcher
eine nahmhafte Summe gewidmet hatte, in kraft­-
vollen Worten Kaiser und Papst. Mit dem Liede
„Das ist der Tag des Herrn", welches der Männer­gesangverein
von Murstetten vortrug, ward die schöne Feier geschlossen.

Bauernbund

21. Juli 1906

 

Heiligeneich. (Bauernbund.)
Sonntag den 15. d. 3 Uhr nachmittags veranstaltete
der n.-ö. Bauernbund in Rings Gasthaus in
Heiligeneich eine Vertrauensmännerversamm­lung,
die sehr gut besucht war. Abg. List
begrüßte im Namen des Vereinsobmannes
Stöckler die Versammelten und sprach in
gediegenen Worten über die Notwendigkeit der
Organisation der Bauern.

Der vor 2 Jahren gegründete Tiroler Bauernbund zählt bereits
30.000 Mitglieder;

15.000 Bauerngüter gehen jährlich zugrunde, wie nötig sei die Vereinigung
der Bauern. List sprach auch über die Statuten des Bundes. Herr Hochrieder aus Kogl sprach in vorzüglicher Weise über den Bund und die Fortbildung der Bauern durch das Lesen guter Schriften. Landesbeamter Star
aus Wien betonte die Notwendigkeit der Bauernvereinigung wegen der Ungarn, wegen der bevorstehenden Wahlreform etc. und erklärte
den Vertrauensmännern die Vorausarbeit.
Herr Geiger von Atzelsdorf sprach sehr an­ regende Worte. Als Ortsbauernräte oder Ver­trauensmänner für die einzelnen Gemeinden
wurden gewählt:
Abstetten: Langstadlinger Josef, Braunsteidl Karl, Hutterer Franz;
Atzenbrugg: Tauber Simon, Strohmaier Josef, Haidegger Alois;
Hasendorf: Mängel Johann;
Michelhausen: Grill Josef, Fiegl Leopold, Schwarz Johann Klingenbrunner Johann;
Murstetten: Eisner Franz. Muhr Josef, Hufnagel Josef, Haidegger Franz;
Ponsee: Kreimel Ferd., Kaiblinger Josef, Plaschek Josef; 
Reidling: Baumgartner Anton, Fiegl Karl, Oellerer Alois; 
.....

Bauernverein

13. September 1906

Bauernversammlung. Sonntag den 16. d. M.
findet um halb 9 Uhr vormittags in Murstetten
im Gasthause des Herrn August Kerschbaum oder
herrschaftlichen Taverne eine Bauernversammlung
statt, bei welcher für den Bauernstand hochwichtige
Fragen zur Beratung kommen. Alle Bauern und
Bauernfreunde find zu dieser Bauernversammlung
höflichst eingeladen.

Einzeichnung in den Niederösterreichischen Bauernbund

19. September 1906

 

In der großen Bauernversammlung am
Sonntag den 16. d. M. in der herrschaftlichen Taverne in
Murstetten sprach Abgeordneter Wohlmeyer über
die österreichische Witschaftspolitik, die Wahlreformfrage, den
Niederösterreichischen Bauernbund und die Organisation des
Bauernstandes sowie über die Fleischfrage in Österreich in
1,5 stündiger, überzeugender und von stürmischem Beifalle
begleiteter Rede. Der Redner beleuchtete viele Fragen in ausge­zeichneter, gründlicher Weise und seine Ideen und Reform­vorschläge
fanden begeisterte Zustimmung.
Bürgermeister Eisner als Vorsitzender und Pfarrer Puhm von
Murstetten sprachen dem Abgeordneten den Dank aus.
Die Versammlung votierte dem Abgeordneten ihr Ver­trauen
und fast alle anwesenden Bauern meldeten sich zur
Einzeichnung in den Niederösterreichischen Bauernbund an.

In dieser Versammlung sprach auch das Bauernbund-Ausschußmitglied Hochrieder, ein alter Bauernveteran,
über die Notwendigkeit der Organisation des Bauernstandes
in Österreich. Diese Versammlung zeigte deutlich das Bild
der Einigkeit des wenn auch zumeist notleidenden Bauern­standes in Österreich. Die Organisation desselben in
Niederösterreich schreitet in Riesenschritten vorwärts. Der
niederösterreichische Bauernbund existiert und allerorten
strömen ihm zahlreiche Mitglieder zu. Die langersehnte
Organisation der Bauern in Niederösterreich, die heute schon
weit über zehntausend Mitglieder zählt, ist zur Tat ge­worden und die Wirksamkeit und Macht des organisierten Bauernstandes zum Schutze und zur Hilfe für den einzelnen und die Gesamtheit wird endlich auch zur Geltung kommen, zur Freude aller Freunde des Bauernstandes.

Faschingsunterhaltung im Gasthaus Fischelmayer in Murstetten

26. Jänner 1907

Murstetten. Am Faschingsonntag, den 10. Februar findet in Anton Fischlmayers

Gasthaus in Murstetten eine Fasching-Unterhatlung statt.

Schotter

07. Februar 1907


 

Zur Sicherstellung der für die auf den Bezirksstraßen I., II. III. Ordnung im Bezirke St. Pölten im Jahre 1807 notwendigen
Schotter-Quantitäten wird am Dienstag den 19. Februar 1907
um 8 Uhr vormittags im städtischen Rathaussaale zu St. Pölten. II. Stock, eine Lizitationsverhandlung unter Zulassung von schriftlichen Offerten mit dem Vorbehalte abgehalten werden, daß die erzielten Meterpreise eventuell auch für die Jahre 1908, 1909, 1910, 1911 und 1912 zu gelten haben. Die erforderlichen Schotterquantitäten, deren
Bezugsorte und Ausrufspreise sowie die zu erlegenden Vadien sind in dem nachfolgenden Ausweise ersichtlich gemacht.
Die Ersteher sind verpflichtet, entweder die erlegten Vadien auf 10 Perzent der Erstehungssumme zu ergänzen und als Kaution zu deponieren oder aber gesetzlich
ausgefertigte Bürgschafts-Urkunden ihrer Gemeinden als Kaution zu erlegen sowie sie auch die entfallenden Stempelgebühren zu leisten haben. Die Offerte müssen vorschrifts­
mäßig verfaßt, mit 1 Kronen-Stempelmarke versehen, mit den Vadien und den Stempelgebühren belegt sein sowie die Erklärung enthalten, daß der Offerent sich verpflichtet,
die Schotterlieferung um den angebotenen, mit Ziffern und Buchstaben deutlich geschriebenen Nettopreis auch für die Jahre 1908, 1909,1910,1911 und 1912 zu übernehmen.
— Den Erstehern der Schotterlieferungen obliegt die Pflicht, die auf den Straßen angesammelte Abzugserde, soweit dieselbe nicht von Wirtschaftsbesitzern übernommen wird,
unentgeltlich wegzuführen. Der Wegeinräumer ist verpflichtet, beim Ausladen dieser Abzugserde mitzuhelfen.— Die Offerte müssen wohlversiegelt und mit der Aufschrift, für
welche Kontraksstrecke sie gelten, versehen, noch vor dem Beginne der mündlichen Lizitation für die betreffende Kontraktsstrecke dem gefertigten Obmanne überreicht oder dem­
selben portofrei zugesendet werden. Die Ratifikation des Lizitationsergebnisses sowie die uneingeschränkte Wahl unter den Bestbietern ohne Rücksicht auf die größere oder ge­ringere Höhe der Anbote, bleibt dem niederösterreichischen Landesausschusse vorbehalten.


Murstetten bis Wiesen, 
Kontraktsstrecke: 1

Kilometer von: 2
Kilometer bis: 6*400
Länge der Kontraktsstrecke in Metern: 4400
Anzahl der Kubikmeter, Geworfener und geschlögelter Fluß od. Grubenschotter: 140m3
Anzahl der Kubikmeter, Schlögel- oder Gruben-Schotter: 0 m3
Ausrufs­preis eines Kubik­meters, Kronen 4
Materialplatz: Perschlingfluß
Zu er­legendes Vadium: 28

Bezirksstraßen-Ausschuß

21. Februar 1907

Am 14. d. M. wurden als Mitglieder in den Bezirksstraßen-Ausschuß gewählt die Herren: Anton Dosch, Abstetten.
Anton Rabacher, Heinrich Rabl, Atzenbrugg.
Joh. Mengl, Hasendorf.
Franz Figl, Ferdinand Geiger, Michelhausen.
Franz Eisner, Murstetten.
Josef Keiblinger, Ponsee.
Anton Baumgartner, Reidling. 
Anton Sumetzberger, Rust.
Leopold Kiesl, Sitzenberg. 
Josef Muck, Trasdorf. 
Anton Hubauer, Joh. Bomaßl, Würmla. 
Joh. Kienböck, Zwenten­dorf. 

Nach der Wahl wurde eine Zuschrift des hochw.
Herrn Prälaten Dr. Scheicher verlesen, seine Kandidatur
für den Reichsrat zur Kenntnis genommen und als
Ort für die Abhaltung einer Wählerversammlung Heiligen­
eich bestimmt.

Maurer gesucht

11. April 1904

Maurer werden aufgenommen bei Josef Eichinger, Maurermeister in Murstetten, Post Schloß Thalheim

Pfarrer Puhm wird Ehrenbürger

25. April 1907

 

Murstetten. (Ernennung zum Ehrenbürger.) 
Der Gemeindeausschuß Murstetten hat
am 21. April d. I. Seine Hochwürden den Herrn
Pfarrer, Schul- und Armenobmann Josef Puhm
zum Ehrenbürger der Ortsgemeinde Murstetten 
er­nannt und ihm das Ehrendiplom durch den 
Ge­meindevorsteher überreich!. 

Murstetten. (Neuer Ehrenbürger.) Die
Gemeindevertretung von Murstetten ernannte vor kurzem
einmütig unseren hochw. Herrn Pfarrer Josef Puhm
zum Ehrenbürger. Am 21. April wurde ihm das
prächtige Diplom überreicht. Dabei hob Bürger­-
meister Eisner in seiner Ansprache hervor, wie sehr
der neue Ehrenbürger auch außer seiner Berufstätig­keit
als Seelsorger zum Wohle der Gemeinde in
selbstloser Weise als langjähriger Obmann der
Armenkommission und des Ortsschulrates Murstetten
und als Mitglied des Bezirksarmenrates Atzenbrugg
gearbeitet habe.

Männergesangsverein

13. Juli 1907

Murstetten». Der Männergesangverein
Murstetten veranstaltet am Sonntag, den 14.
Juli in August Kerschbaum's Saallokalitäten
in Murstetten eine Sommerliedertafel. Während
der Zwischenpausen Streichkonzert und
zum Schlusse Tanzkränzchen. Anfang halb 8
Uhr abends. Eintritt 1 Krone.

Gemeindearzt Dr. Igler verlässt Murstetten

08. November 1908

Dr. Joel Moses Igel von Murstetten übersiedelt nach Mähren.

Einweihung des neuen Spritzenhauses

30. August 1908

 

Murstetten. (Einweihung des neuen Spritzenhauses.)
War das eine allgemeine Freude, als die freiwillige Feuerwehr Murstetten (politischer Bezirk Tulln) nach einem Zeiträume eines 18jährigen
Bestandes, endlich am Sonntag den 30. August l. I. die feierliche
Einweihung ihres neu erbauten Spritzenhauses begehen konnte. 
An dieser Festlichkeit, welche am obgenannten Sonntage, nachmittags 
3 Uhr, stattfand, beteiligten sich außer der hiesigen Gemeindevertretung und des hiesigen Männergesangvereines, die eingeladenen Feuerwehren Würmla (mit ihrem Hauptmanne und zugleich Obmanne des Bezirksfeuerwehr­verbandes, Herrn Karl Schmid) und die freiwillige Feuerwehr Thalheim.

Außerdem war trotz des regnerischen Wetters eine ansehnliche Menschen­-
menge Zeuge dieses feierlichen Aktes, welchen der hiesige Gesangverein
durch den Vortrag eines patriotischen Chores eröffnete. 

Sodann nahm der hiesige Ortspfarrer, Herr Karl Neulinger, die Einweihung vor.
Derselbe hielt an die Versammelten eine herzliche Ansprache. 
Herr Bürgermeister Eisner überreichte dem hiesigen 
Hauptmanne, Herrn Josef Hufnagl, den Schlüssel zum Spritzenhause, welches eigentlich als Vereinshaus, unter gemeinsamem Dache noch abgesonderte Räumlichkeiten für die hiesige Raiffeisenkasse und für das landwirtschaftliche Kasino enthält.— Oberlehrer Farnik, der selbst Mitglied der hiesigen Feuerwehr ist, entrollte hierauf in seiner weiteren Ansprache ein Bild, betreffend
-

die Gründung und sukzessive Entwicklung der Feuerwehr Murstetten
(1890—1908) bis auf die Gegenwart. Er gedachte aller Wohltäter,
Gönner und Förderer, welche bei der endlichen Vollendung dieses
zierlichen Baues, sei es durch Geldspenden oder durch unentgeltliche
Leistung der Fuhrwerke in bezug auf die Herbeischaffung des erforderlichen
Baumateriales, unverdrossen mitgewirkt hatten. Aller dieser Wohltäter
gedachte der Redner mit dem Ausdrucke des tiefgefühltesten Dankes.
Zum Schlusse gedachte er in schwungvollen Worten des erhabenen
Stifters der Feuerwehr-Jubiläums-Verdienstmedaille, unseres Jubelkaisers
Franz Josef I. und forderte alle Anwesenden auf, mit einzustimmen in
ein begeistertes „Hoch!" auf unseren geliebten Landesvater.— Eine,
für dieses Fest eigens komponierte und vom hiesigen Gesangvereine
gleichfalls zum Vortrage gebrachte Feuerwehr-Hymne beschloß die für
unsere Gemeinde denkwürdige Feier. 

Neuer Gemeindearzt 

13. Mai 1909

 

Seit 4. d. M. ist die Gemeindearztensstelle in Mur­-
stetten, die mehrere Monate verwaist war, wieder
besetzt. Der neue Arzt, der schon sehnsüchtig erwartet
wurde, war früher in Göttlesbrunn bei Bruck an
der Leitha. 

Erinnerungen eines Zehnerjägers von 1859

09. Juni 1909

Ein ehemaliger„Zehnerjäger", Herr Karl Müller,
Privatbeamter, 3. Bez., Trubelgasse 5, hat sich an die
österreichischen Kameraden gewendet, die gleich ihm vom
Juni bis Ende August 1859 zu Napoleonville in der
Bretagne in französischer Kriegsgefangenschaft
waren. Ein geselliger Abend sollte die Leidens­gefährten vereinigen.
 Doch die Gefangenen von damals sind
teils gestorben, teils in alle Winde zerstreut und kein einziger
konnte sich mehr melden. Herr Müller, der jetzt 71 Jahre
alt ist, erzählt über die Episoden seiner Gefangennahme
durch die Franzosen folgendes: Am 25. März 1859 wurde
er in St. Pölten zum 10. Feldjägerbataillon assentiert
und sofort nach Triest transportiert. Dort wurden
die Rekruten vierzehn Tage lang im Laden, Feuern und
„Tiraillieren" unterwiesen. Dann ging's per Schiff nach

Venedig. Die Jäger trugen Zwilchblusen und einen
Jägerhut aus Holz. Bewaffnet war die Truppe mit dem
„Dornstutzen", Vorderladern mit einem „Dorn", der zwischen
der Kugel und der Pulverkammer sich befand. Das Bataillon
rekrutierte sich aus dem Heßer-Regimente. Mittelst 
(Eisen­bahn fuhr das Bataillon nach Verona, marschierte nach
Pavia und kam bei Palestro und Montebello anfangs Juni
ins Feuer. Bei Buffalora wurde ein Brückenkopf erfolgreich

verteidigt. Am 4. Juni wurde bei Maqenta von halb 8 Uhr
früh bis 6 Uhr abends auf das tapferste gekämpft.
Um halb 9 Uhr geriet Müller mit zahlreichen Kameraden in französische Gefangenschaft. Er wurde nach Genua gebracht. Von dort erfolgte der Transport nach Marseille. In Maseille inspizierte Ludwig
 Kossuth die Gefangenen und fordert sie in deutscher und magnarischer Ansprache zum Übertritte "Befreiungslegion" auf.
Die meisten lehnten ab und wurden nun auf einer Insel nächst
Marseille interniert. Dann brachte man sie nach Nantes
uns schließlich am 26. Juni nach Napoleonville in
der Bretagne, Sie wurden aufs beste behandelt und gut verpflegt. Am 8. August wurden sie über Rennes nach Paris gebracht. In Paris war jedem, der wollte, der Ausgang gestattet. Über Straßburg, Baden, Kiehl, Stuttgart, Ulm erfolgte dann die Heimreise der nach dem "Frieden von Villafranca" freigelassenen Österreicher. Von Linz aus wanderte der beurlaubte Müller zu Fuß in seinen Heimartort Murstetten bei Neulengbach, wo er als Totgeglaubter mit großer Freude empfangen wurde. Seine aktive Dienstzeit währte dann ununterbrochen bis 1866 und als Oberjäger zog er wieder nach Italien.

Sommerfest

16. September 1909

Murstetten. (Som m e r f e st.) Letzten Sonntag
fand hier in Fischelmayers Gasthause ein vom
hiesigen Sommergästen veranstaltetes Sommer- und
Abschiedsfest statt, das einen sehr zahlreichen Be­
such aufwies und einen überaus gelungenen Verlauf
nahm. Da gab es Musik und Gesang, komische
Deklamationen, einen sehr reichhaltigen Juxbasar
und zum Schluffe ein Tanzkränzchen. Das Rein­
erträgnis floß der Schülerlade in Murstetten zu.
Den scheidenden Wiener Sommergästen rufen wir
zu: auf Wiedersehen im nächsten, hoffentlich schöneren
Sommer!

Mißglückte Diebstähle

07. Oktober 1909

Murstetten. (Mißglückte Diebstähle.)
Jüngst kam der schon wiederholt abgestrafte
A. Bauer nach Murstetten, wo er in der Kauperschen
Scheuer sein Lager ausschlug und von wo
aus er seine Streifzüge in die Umgebung veranstaltete.
Als er kürzlich spät abends wieder von
einem Ausfluge zurückkehrte, wurde er am Eingang
des Ortes von zwei Männern erwartet, da man ihn
im Verdacht hatte, einen Diebstahl begangen zu
haben. Als er die Männer bemerkt", schlug er
eine andere Richtung ein und versteckte sich am
anderen Ende des Ortes. Doch hatte ihn auch da
der Arm der Gerechtigkeit bald erreicht, er wurde
vom Postenkommandanten, der sogleich avisiert
worden war, verhaftet. Er hatte Geld, Stiefel
und anderes gestohlen. An seiner Lagerstätte fand
man einen gleichfalls gestohlenen Laib Brot. Er
wurde sogleich dem Bezirksgerichte Atzenbrugg ein­
geliefert.— Ein Vagabund, wahrscheinlich ein leiden­schaftlicher
Raucher, hatte vier Stück Pfeifen, da
sie aus einem Fenster gar so einladend ihn grüßten,
mitgehen lassen. Doch wurde er auf frischer Tat
ertappt und so mußte er den köstlichen Fund
wieder lassen.

Karl Sengsfeld, Uhrmacher Murstetten

09. Dezember 1909